Fahr Rad!

Die Rückeroberung der Stadt

Ausstellung zu Fahrradfreundlicher Stadtplanung

Dienstag, 17.09. bis Freitag, 25.10.2019 # jeweils zu den Öffnungszeiten des FinanzCentrums | Sparkasse Am Brill

„FAHR RAD! DIE RÜCKEROBERUNGDER STADT“ VERANSCHAULICHT ANHAND GELUNGENER STADT- UND LANDSCHAFTSPLANERISCHER PROJEKTE WELTWEIT, WIE FAHRRADGERECHTE INFRASTRUKTUREN AUSSEHEN MÜSSEN, DIE IN ZUKUNFT NOCH MEHR MENSCHEN AUF DAS RAD LOCKEN UND STÄDTE LEBENSWERTER MACHEN. 

Städtebau, Landschaftsarchitektur und Verkehrsplanung widmen sich demselben öffentlichen Raum, zumeist dem Stadtraum. Der Radverkehr spielt in allen drei Bereichen mittlerweile eine zentrale, verbindende Rolle; man könnte ihn auch als Seismografen der Urbanität bezeichnen. Um die Lebensqualität zu erhalten und weiter zu verbessern, braucht es in einer zunehmend dicht bebauten und intensiv genutzten Stadt mehr Raum auf Straßen und Plätzen, mehr Grün- und Freiflächen.

Die Verkehrsplanung ist dabei immer mit der Stadt- und Landschaftsplanung verbunden, und alle Beteiligten bedingen sich wechselseitig. In den aktuellen Diskussionen werden die Planungen noch meist separiert und nur in den unmittelbar geforderten Disziplinen entworfen und umgesetzt. Architektonische und städtebauliche Fragestellungen werden oft nicht hinreichend eingebunden. 

Das Deutsche Architektur Museum hat die Ausstellung FAHR RAD! DIE RÜCKEROBERUNG DER STADT kuratiert, um eine integrierende Debatte mit den Verantwortlichen und der Öffentlichkeit anzustoßen und die verschiedenen Disziplinen zum Austausch und zur Zusammenarbeit anzuregen. Nicht zuletzt wird die unabdingbar notwendige gestalterische Kompetenz in dieser Frage thematisiert.

Der öffentliche Raum und damit der Straßenraum soll zur Nutzung für Alle neu geordnet und seine Flächen so verteilt werden, dass eine sichere, bequeme und ausgewogene Mobilität für alle Menschen, die unterwegs sind, möglich wird. Dies sollte im Einklang entstehen mit Grünräumen und einer Architektur, die sich zu städtebaulichen Ensembles zusammenfügt.

Die Ausstellung dokumentiert, wie eine Stadtentwicklung aussehen kann, die in Zukunft noch mehr Menschen auf das Rad lockt – und wirbt mit Projekten aus aller Welt für diese sanfte Rückeroberung der Stadt. Und sie zeigt, wie der Weg zu einer nachhaltigen und sozialen Stadt auch über die Planung für eine fahrrad-gerechte Stadt führen kann. 

WAHL DER SCHWERPUNKTSTÄDTE UND INTERNATIONALEN EINZELPROJEKTE 

Die Ausstellung präsentiert die acht Städte und Regionen Kopenhagen, New York, Karlsruhe, Oslo, Portland, Barcelona, das Ruhrgebiet und Groningen und in Bremen das Fahrradmodellquartier Neuststadt.

Sie unterscheiden sich hinsichtlich ihrer geografischen Lage, ihres Klimas, ihrer Fläche, ihrer Bevölkerungszahl und ihrem derzeitigen Stand als „Fahrradstadt“. Sie alle eint, dass es nicht nur darum geht, eine fahrradgerechte Stadt zu werden, sondern sozialer, grüner und lebenswerter – um damit für zukünftige Entwicklungen gerüstet zu sein. Sie alle setzen bei ihren Bemühungen unterschiedliche Schwerpunkte und vermitteln wertvolle Erfahrungen. Darüber hinaus weisen 26 internationale Einzel-Projekte den Umgang mit speziellen Bauaufgaben. 

HERAUSFORDERUNGEN IM STÄDTISCHEN RAUM 

Angesichts der zunehmenden Verdichtung der städtischen Ballungsräume muss eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen werden, um die bestehende Lebensqualität zu erhalten und zu verbessern.

Beispielhaft gehören dazu ein integrierter Ausbau der Fahrradinfrastruktur, eine Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV), eine Erweiterung des urbanen Grüns und für das Zusammenleben der Menschen gut gestaltete öffentliche Freiräume. 

Für bessere Lebensbedingungen in den Städten ist eine kluge und moderierte Neuverteilung des öffentlichen Raumes unabdingbar. Für unterschiedlichste Geschwindigkeiten und Maßstäbe – von Fahrrädern, Kinderwagen und Rollatoren bis zu Personenkraftwagen und dem Lieferverkehr – muss unter anderem eine gleichmäßig komfortable Verkehrsfläche entstehen. 

Zu sehen ist die Ausstellung Fahr Rad! Die Rückeroberung der Stadt, des Deutschen Architekturmuseums Frankfurt vom 17.9. bis 25.10.2019

Radschnellweg RS1